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Jedes 3. Kind hat einen Zahnunfall

Für Eltern ist es immer ein Albtraum, wenn die Kleinen sich beim Spielen und Toben verletzen und das Gesicht blutet. Leider ist es alles andere als selten – laut einer Studie erleidet jedes dritte Kind vor dem fünften Lebensjahr ein sogenanntes Zahntrauma. Damit sind grundsätzlich Verletzung an den Zähnen gemeint. Es kann sein, dass bei einem Sturz ein Stück Zahn abbricht, sich ein Zahn verfärbt oder lockert. Der kindliche Kiefer ist noch sehr elastisch, weil sich unter anderem die Wurzeln der Milchzähne mit der Zeit zurückbilden und Platz für die bleibenden Zähne machen. Auch wenn diese noch nicht zu sehen sind, haben die „neuen“ Zähne oberste Priorität. Denn unter Umständen kann ein Zahnunfall den bleibenden Zahn mehr schädigen als den Milchzahn. Deshalb sollten Eltern auch bei Verletzungen am Milchzahn immer in die Zahnarztpraxis kommen und den Vorfall untersuchen lassen. Eventuell kann es passieren, dass die Wurzel des zweiten Zahns nicht mehr weiterwächst, der neue Zahnkeim sich infiziert oder später der bleibende Zahn nicht richtig durchbricht. Das gilt es zu verhindern und um sicher zu gehen, wird oftmals ein Röntgenbild angefertigt, welches Aufschluss gibt.

Was sind die häufigsten Zahnunfälle?

Wenn ein Zahn verschoben wird, kommt es zu einer Blutung und zur Bildung von Gewebe an der betroffenen Stelle. Da der Heilungsprozess schnell einsetzt, kann der Zahn bereits nach einem Tag nicht mehr in seine ursprüngliche Position zurückgebracht werden. Bleibt der Zahn in der falschen Position, kann das Kind womöglich den Ober- und Unterkiefer nicht mehr zusammenbringen und somit nicht mehr richtig zubeißen. Dies führt wiederum zu einer Störung der Gebissentwicklung. Deshalb sollte kurz nach dem Unfall schnell reagiert werden und der Zahnarzt den Zahn umgehend wieder in die richtige Position bringen.

Gelockerte Zähnen verankern sich meist alleine wieder im Zahnfleisch und es ist keine größere Behandlung nötig. Ist ein Stück des Zahns abgebrochen, kann es dazu kommen, dass der Nerv abstirbt und eine Infektion des bleibenden Zahns entsteht. Der Zahnarzt kann das Risiko am besten abschätzen. Bei einer sehr kleinen Stelle reicht es oftmals aus, diese zu glätten. Wenn sich der Zahn dunkel verfärbt, muss die Stelle beobachtet werden. Es besteht die Gefahr, dass Bakterien in die Verletzung wandern und eine Entzündung auslösen. Dann muss der Zahn gezogen werden.

Tipp zum richtigen Verhalten

Versuchen Sie, Ruhe zu bewahren und bei einer Blutung diese vorsichtig zu stillen. Suchen Sie in jedem Fall die Zahnarztpraxis auf und melden Sie den Zahnunfall Ihrer Krankenkasse. Es könnten Spätschäden an den bleibenden Zähnen entstehen. Wird der Befund nicht von Ihrem Zahnarzt festgehalten, kann es passieren, dass die Krankenkasse später nicht bezahlt.

Fotonachweis: AdobeStock#63608755

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